Die transformative Kraft der Fragen, Teil 2
- Benni

- 7. Jan. 2024
- 3 Min. Lesezeit
Kennst du dich wirklich selbst oder trägst du lediglich verschiedene Masken, die dir durch dein Umfeld und die verschiedenen Rollen, die du in deinem Leben einnimmst, auferlegt wurden? Was möchtest du wirklich und was tust du nur, um andere zu beeindrucken?

„Von dem Geld, das wir nicht haben, kaufen wir Dinge, die wir nicht brauchen, um Leuten zu imponieren, die wir nicht mögen.“ - Tyler Durden, Fight Club
Wie du sicherlich bereits vermutet hast, soll es in diesem Artikel um Fragen zur Selbstreflexion gehen. Das Ziel sollte sein, dich selbst besser kennenzulernen, damit du wirklich ein authentisches Leben führen kannst und nicht bloß eine Hülle bist, die Dingen hinterherjagt, die nicht zu dir gehören. Gezielte Fragen helfen dir, dein Denken und Handeln zu hinterfragen und hinter die Fassade zu blicken.
Selbstreflexionsfragen:
Die erste Frage lautet: "Warum tue ich, was ich tue?". Diese Frage zielt darauf ab, deine Motivation und Absichten zu hinterfragen. Oftmals handeln wir aus Gewohnheit oder bestimmt von äußeren Einflüssen, ohne uns bewusst zu sein, warum wir bestimmte Dinge tun.
Durch ein tieferes Verständnis deiner Motivation kannst du bewusster entscheiden und gegebenenfalls Anpassungen vornehmen. Wenn du dir Ziele setzt, hinterfrage dich "Warum will ich das erreichen?". Sei ehrlich zu dir und akzeptiere, dass du ein soziales Wesen bist und manche Dinge auch einfach nur für Anerkennung und Status tut. Daran ist nichts Verwerfliches, nur solltest du dir über deine Motive wirklich bewusst sein.
Lass auch nach der ersten Antwort nicht locker, sondern frage dich dann erneut "Warum?". Und nochmals. Und nochmals. Bis du wirklich zum Kern deines Motivs vorgedrungen bist. Vielleicht möchtest du anschließend das Ziel ändern, vielleicht auch nicht. Auf jeden Fall kannst du dir nun sicher sein, dass du es wirklich willst.
Die zweite Selbstreflexionsfrage ist eng mit der ersten verknüpft: "Entspricht mein Handeln meinen Werten und Zielen?". Hier geht es darum, ob deine täglichen Handlungen im Einklang mit deinen grundlegenden Werten und langfristigen Zielen stehen. Wenn es Diskrepanzen gibt, könntest du darüber nachdenken, wie du dein Handeln anpassen kannst, um mehr Authentizität und Zufriedenheit zu erreichen. Die besten Routinen und Protokolle bringen dir nichts, wenn sie dir nicht helfen, deine Ziele zu erreichen.
Sie bringen dir auch nichts, wenn sie nicht zu deiner Identität passen. Deswegen frage dich auch: "Was für ein Mensch will ich sein, und wie würde sich so eine Person verhalten?". Wenn du Handlungen und Routinen nur durchführst, weil du es bei YouTube gesehen hast und für wertvoll erachtest, bringt es dir nichts, wenn deine Identität und dein Bild von dir selbst nicht mit deinen neuen Handlungsweisen mitwachsen. Werde lieber zu einem Sportler, anstatt zu sagen: "Ich möchte mehr Sport treiben". Werde lieber Nichtraucher, anstatt zu sagen: "Ich versuche aufzuhören". Mit jeder deiner Handlungen gibst du eine Stimme ab für die Person, die du werden willst. Du sammelst nach und nach "Beweise" dafür, dass du nun tatsächlich ein Sportler, Nichtraucher, ausgeglichener Mensch oder was auch immer du dir vorgenommen hast, geworden bist.
Die dritte Frage lautet: "Wie beeinflussen meine Gedanken meine Emotionen und mein Verhalten?". Diese Frage zielt darauf ab, die Verbindung zwischen deinen Gedanken, Emotionen und Handlungen zu erkennen. Indem du dir bewusst machst, wie deine Denkmuster deine Gefühle und Handlungen beeinflussen, kannst du negative Muster durchbrechen und positive Veränderungen herbeiführen. Das ist wahrscheinlich eine der schwierigsten Fragen an dich selbst, die du nur durch regelmäßige Innenschau und Reflexion wirklich beantworten kannst. Lies dazu auch meine Artikel zum Thema Journaling. Hier erfährst du mehr darüber, wie dir Journaling dabei helfen kann, Gedankenmuster und Muster in deinen Handlungen zu erkennen.
Eine weitere wichtige Frage in der Selbstreflexion ist: "Bin ich wirklich glücklich?". Die Ehrlichkeit bei der Beantwortung dieser Frage ermöglicht es, die eigene Lebenszufriedenheit kritisch zu hinterfragen. Wenn du die Antwort verneinen musst, frage dich, warum das so ist? Es ist vollkommen in Ordnung, nicht in jeder Lebenssituation glücklich zu sein. Veränderungen kannst du jedoch nur einleiten, wenn du akzeptierst, dass du nicht an dem Punkt bist, an dem du gerne sein möchtest. Wenn du dich im Moment glücklich fühlst, frage dich, wie du davon mehr in dein Leben bringen kannst.
Das war Teil 2 der Reihe zur transformativen Kraft der Frage. Noch einmal zusammengefasst die vier Fragen zur Selbstreflexion:
Warum tue ich, was ich tue?
Entspricht mein Handeln meinen Werten und Zielen?
Wie beeinflussen meine Gedanken meine Emotionen und mein Verhalten?
Bin ich wirklich glücklich?



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